Psychotherapie Berlin/ Heilpraktiker für Psychotherapie

Andreas Poppe

Heilpraktiker für Psychotherapie

Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie am TherMedius Institut
Fachausbildungen in:
Hypnose und Verhaltenstherapie (TherMedius)
EMDR (Paracelsus-Schule)

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, so ist die Suche nach einem Sinn ein bestimmendes Thema aller Wege, die ich beschritten habe. Diese Suche, dieser Hunger nach einem Sinn hat mich nie verlassen. Wenn ich ihn gefunden hatte, war ich sehr glücklich - wenn ich ihn wieder verloren hatte, verzweifelte ich.
Noch während meiner Schulzeit entdeckte ich, dass die Pflege kranker Menschen mir einen solchen Sinn geben konnte. Nach dem Abitur beschloss ich, Arzt zu werden. Komischerweise entdeckte ich in der Zeit meines Medizinstudiums die Theaterkunst für mich. In einer Diktatur sah ich, dass ich vielen Menschen durch die Kunst Gutes tun könne - also wechselte ich den Beruf.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das Privileg hatte, über 30 Jahre in verschiedenen Theaterberufen (Dramaturg, Regisseur, Schauspieldozent) zu arbeiten und nicht zuletzt dadurch ein interessantes, abewchslungsreiches Leben zu führen. Ich bin dankbar dafür, dass mich dieser Beruf in verschiedene Länder geführt hat, in denen ich neue Sprachen lernte und Menschen anderer Kulturen zu verstehen begann. Das hat meinen Horizont sehr angenehm erweitert.

Diese sehr schöne Zeit hatte allerdings auch ihre Tücken. Nach dem Ende der DDR war ein wichtiger Faktor - die Diktatur - , der mich zum Theater geführt hatte, weggefallen. Über 20 Jahre gewann und verlor ich den Sinn immer wieder. Wenn ich ihn gefunden glaubte, war er schon wieder weg, um dann an einer Stelle wieder aufzutauchen, an der ich ihn nie vermutet hätte.
Heute glaube ich, dass es damit zu tun hat, dass wir in einer Gesellschaft leben, die für sich in Anspruch nimmt, die bestmögliche Art des Zusammenlebens von Menschen gefunden zu haben, die sich also als Gesellschaft keine Entwicklungsmöglichkeit mehr einräumt. Die einzigen Entwicklungsmöglichkeiten - vom technischen Fortschritt einmal abgesehen - werden dem Individuum eingeräumt.
Berufsmäßige Kunst bezieht sich aber weniger auf einzelne Menschen, sondern eher auf Gruppen, ganze Kulturen und Gesellschaften. Und unter solchen Umständen fiel es mir schwer, einen konstanten Sinn in künstlerischer Arbeit zu entdecken.
Aber ich konnte spüren, dass meine Kreativität, der Sinn für Poesie, die Lust am Erzählen von Geschichten einzelnen Menschen etwas geben konnte.

Ich lernte, dass ich dann am besten unterstützen kann, wenn ich kein Ideal vorgebe, wohin die Reise gehen muss, sondern den Menschen ermutige, das Leben zu leben, welches für ihn das glücklichste ist.

Und so kam ich von der Kunst zur Therapie.

Während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie war ich zunächst angenehm überrascht, wie viele therapeutische Interventionen ich schon seit vielen Jahren aus der Theaterarbeit und der Ausbildung von Schauspielern kannte - vor allem im systemischen und kognitven Bereich oder in achtsamkeitsbasierten Verfahren.
Ich war und bin begeistert davon, medizinischen und psychologischen Kontext zu studieren, der meine bisherige Erfahrung zu therapeutischen Zielsetzungen bündelt, mich über neue Therapieverfahren und neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung zu informieren, so dass ich mir monatlich wenigstens ein neues Fachbuch “gönne”.
Hier ist der Sinn in meinem Leben konstant.

Schön ist es für mich übrigens auch, in einem Seniorenpflegeheim zu arbeiten und in der Alltagsbetreuung mehr über Menschen zu erfahren, als es mir in einzelnen Visiten möglich wäre. Schön ist es auch hier, jeden Arbeitstag als sinnvoll zu erfahren.

Und so bin ich in Hypnotherapie, Verhaltenstherapie, EMDR - im Erfinden therapeutischer Geschichten, in imaginativer und kognitiver Arbeit mit meinen Patienten sozusagen zum Künstler für den einzelnen Menschen geworden.